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Freitag Juli 1st 2016

Denk nicht in Kategorien !

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Der Wolf ohne Heulen, der weinen kann…

Der Kirieger der weint

Eigentlich war ich ja als süsser Haushund geplant…

Mein erster Name war so viel versprechend, ich war süss, nett und so brav. Auf der Strasse lächelten mir die Freundlichen im Kinderwagen die Wangen rot. Im blauen Matrosenanzug verführte ich die Tanten. So ein Süsser war ich.

Erst mit 17 begegnete ich verkleideten Klein Kriegern und Milchdieben. Sie waren aber zu Schwach und ich zu Dumm, aber einige weckten die Lust zu kriegen was ich will. Die ersten Kriege gewann ich um Mädchen Höschen beim Moped Rennfahren. Ich kostete ein wenig zu sein. Ich war noch weit weg vom Krieger.

Mein Vater war Motorrad Rennfahrer und ein kleiner Nachkriegsgauner, was auch ich vergeblich versuchte. Ich musste mein Land wechseln, die Krieger wurden mir in der Heimat zu schwindlich und schwach.
Da begannen dann meine ersten Lehrjahre als Krieger, ich verlor viele Kriege. Wurde Haus und Hofhund. In Käfigen fand ich erst den Wolf und Mann in mir. Am Tag der Hund und in der Nacht der heulende Wolf, vom Krieger war aber noch wenig, nichts in meinen Augen zu sehen.

Nur Krieg.

Die ersten wichtigen aussergewöhnlichen Frauen. Die ersten echten Männer sahen in meine Augen. Manch Blick war noch gütig, verständnisvoll, erregt und ahnend helfend, ich durfte schon Begleiter, Beschützer, Kellner, Botenjunge und Fahrer sein. Ein Smoking hing auch schon in meinem mobilen Kleiderschrank. Die ersten wirklich interessanten Persönlichkeiten mit Licht über dem Kopf luden mich ans Lagerfeuer und liessen mich zwar nicht  Alkohol, Drogen und Scheisser vergessen, aber der kleine Krieger war in mir erwacht. Ich gewann die ersten echten Kriege, gegen mich.
Abenteuer, Länder, Kontinente, Kinder, Arbeit, Religionen, Ost, West, Freunde und die Sonne zeichneten die ersten Linien in mein Gesicht. Meine Augen wurden klarer, nicht nur blau, meine Hände schöner, mein Herz und meine Haut reiner. Die Ehrlichkeit fand mich. Einige Scheisser und viele kleine unsportliche Streuner waren aber noch immer in meinem unversperrten Kofferraum.

Aber langsam breitete sich in mir durch menschliche Begegnungen ein ehrliches Lächeln aus, dass ich den Krieger in mir lächelnd unbeaufsichtigt in der Ecke stehen lassen konnte. Der Krieger in mir begann zu lächeln.

Etwas anderes erwachte ab da in mir.
Ich begann zu suchen und finden.
Ich fand Frau, Freunde, Stein und Sehnsucht.
Auch das Wetter, Demut, das Meer und Warum ein Schiff im Sturm nicht untergeht.

Dann lernte ich noch sehr spät etwas Schönes von meiner Mutter.
Und Erwarten, nicht Warten.

So erwachten ich und vieles sehr spät in mir, und nicht zu spät noch etwas sehr Schönes in mir. Das erst liess mich alle, die ganz grossen wie die kleinen dicken Scheisser, Schwätzer echt und wirklich vergessen. Es machte einsam, aber ungehörlich sinnig schön ohne Einsamkeit, im Herz und in der Seele. Ein Wolf ohne Heulen, der weinen begann.

Ein Krieger, der lächeln begann.

>

Und dann begegnete ich (keiner Kellnerin) … aber das ist eine andere Geschichte…. die werde ich ganz sicher erzählen, wenn ich noch mehr Worte und Sätze in mir finde, aber nicht vorher, wäre das für euch OK?

Bis dahin gibt es Märchen von Menschen, Liebe, Ehrlichkeit, Abenteuer, Leben und von der Stiege aus meinem Hirn.

——

Text aus „Die Glasstiege aus meinem Hirn“ © im Verlag der Ruhelosen 2016

(für den süssen schwebenden leitwolf und das neugierige rehlein danke ich meinem zeichner freund chris scheuer)

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