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Montag Juni 10th 2013

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senkholz ziehen und saures herz

Twitt

still ist es geworden am berg um die alten “ziach’n schpüla” und originale, wie es der franz w. einer war.
begnadeter zieharmonika spieler, natürlich auf der diatonischen. legendär, wenn er mit seinen 80 jahren betrunken samt instrument und sessel zu boden fiel und unbekümmert weiter musizierte!

auch bald vergessen: die wirten und wirtinnen, für die ihr geschäft lebensinhalt war – die ersten mediatoren und sozialarbeiter am land.
der “berg”: gemeint ist der gressenberg, eine 300 seelen gemeinde am fusse der weinebene. eine “romantische” gegend, steile wildreiche wälder, durchzogen von unbegehbaren schluchten der schwarzen sulm.

zig höfe wurden in den letzten jahrzehnten aufgelassen, nun wochenendresidenzen der sonntagsjäger und sommerfrischler.
in der einschicht gibt es keine taglöhner mehr, die ihre familien mit zehn kindern oder mehr durchfüttern mussten. schlecht bezahlte holzknechte, die für ein paar schillinge ihr leben riskierten und täglich stundenlange anmärsche zu ihrer arbeitsstelle in kauf nehmen mussten. aufpeputscht war mann und pferd vom “hidrach”, einer arsenverbindung.
in den harten wintern waren für diese familien wildern und schwarz fischen oft die einzige möglichkeit, nicht zu verhungern. von der obrigkeit wurde dieser umstand stillschweigend toleriert, sogar mit einem anflug von achtung für diese sehnigen, knorrigen waldläufer und ihre genauso hart arbeitenden frauen.

die kirschgetäfelten gasthausstuben wichen den zahlreichen pubs und eisdielen – lange vorbei die zeiten, wo man zum wirt’n telefonieren gehen musste und dort die neuesten g’schicht’ln von mann und maus erfuhr.
für uns “zuogroasten” städtler, die von den einheimischen nicht selten als “zigeuner” betitelt wurden, blieb der harte weststeirische dialekt lange eine geheimsprache.
im gasthaus: wir kinder liebten die knusprig gebratenen forellen, die fetten torten, das rote kracherl und die manner schnitten, wenn die erwachsenen wieder einmal “picken blieben” und sich einen ansoffen.

in den 70ern galten wir grazer, die es sich leisten konnten, so eine “huam” zu mieten, als reiche nichtsnutze (wie sich die zeiten doch ändern!).
es dauerte lange, bis man durch anstrengende riten und ähnliches von der einheimischen bevölkerung akzeptiert wurde, freundschaften zwische diesen ethnischen gruppen wurden nur spärlich geknüpft – aber die hielten wie pech und schwefel. ehre und handschlagqualitäten spielten eine grosse rolle: moral, politik und gesetz weniger.

angelpunkt der wichtigsten sozialen ereignisse waren dennoch kirchliche feiertage, besonders der kirchgang am sonntag.
anschliesend traf man sich beim wirten oder besuchte seine nachbarn oder freunde. erhielt man als “zuagroaster” so einen besuch – ja dann galt man als integriert und anerkannt.

und so klopfte es einmal sonntag mittag an unserer türe.
es war der alte franz w. meine eltern boten ihm einem platz an unserem mittagstisch an und versorgten ihn mit einem achterl wein. verschmitzt grinsend griff er in die brusttasche seines steirers und legte ein feuchtes etwas auf den tisch, eingewickelt in die aktuelle sonntagskrone.

do, sagte der franz zu meinem vater, “i woa a bissel senkholz ziagn!” sechs frische bachforellen aus dem zeitungspapier verschwanden in unserem kühlschrank. “senkholz ziehen” – schwarz fischen.
und heit obend kumst auffe zu mein buam, es gibt a saures herz!”
“saures herz”: darunter verstand man die frisch geröstete leber eines gewilderten rehs.

und so war die blutsbrüderschaft zwischen meinem vater und den “wilden” vom berg geschlossen.

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